Erdöl- und Erdgasbohrungen


Eine Ölbohrplattform in der Nordsee.

Der Meeresbergbau leistet einen wichtigen Beitrag zur Rohstoffversorung aus heimischen Vorkommen. Dabei werden Erdöl und Erdgas über Bohrplattformen, die auch als Bohrinseln bezeichnet werden, gefördert. Es konnte festgestellt werden, dass Ölbohrinseln für 20% der dauerhaften Ölverschmutzung verantwortlich sind. Bei der Förderung gelangt das Öl in Form von Bohrschlämmen oder Produktionsabwässern ins Meer. Auch durch das Abfackeln von Gas verschmutzen Bohrinseln jeden Tag die Luft. Häufig ist der Meeresboden in direkter Nähe der Ölbohrinseln mit Bohrgut überdeckt. Das kann zur vollständigen Vernichtung der am Boden lebenden Organismen führen. Jedes Jahr pumpen die Bohrinseln der Nordsee 200.000 t Chemikalien ins Wasser. 33 Millionen t Kohlendioxid und je rund 115.000 t Methan und Stickoxide gelangen in die Atmosphäre. In den letzten Jahren konnte jedoch mit Hilfe technischer Maßnahmen die Freisetzung von Öl trotz steigender Produktion verringert werden. Wenn die Ölfelder ausgeschöpft sind, besteht theoretisch die Möglichkeit, die Plattform zu versenken und auf diese Weise ein künstliches Korallenriff zu schaffen. Jedoch ist aufgrund der starken Verschmutzung einer solchen Industrieanlage dieser Weg der Entsorgung kaum umsetzbar, ohne die meistens schon belastete Umwelt weiter zu schädigen. 1998 entschieden die Vertragsstaaten der OSPAROSPAR ist die Abkürzung für das
Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt
des Nordostatlantiks.
ein generelles Versenkungsverbot von Ölplattformen im Nordost-Atlantik.